Akademisches Schreiben – der Schreibcoach der Uni Bremen

Am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik der Universität Bremen entstand unter Federführung von Prof. Dr. Hans Krings ein Online-Ratgeber, der Studierende – und sicherlich nicht nur diese – beim wissenschaftlichen Schreiben unterstützt. In sieben Phasen von A wie Vorbereiten bis G wie Gestalten gibt es Tipps zum gesamten Schreibprozess.

Beim schnellen Überfliegen – ich habe den Schreibcoach erst vor Kurzem entdeckt, er ist wohl auch noch nicht allzu lange online – hatte ich den Eindruck, dass hier wirklich zu allen Fragen Tipps und Hinweise zusammengestellt sind: zu Schreibmotivation und Schreibschwierigkeiten genauso wie zu richtigen Zitierweisen, Formatierungshinweisen und noch vieles mehr. Besonders gefreut habe ich mich, als ich den Tipp gefunden habe, kreatives Schreiben zu praktizieren – das allein reicht nicht, um gute Hausarbeiten abzugeben, aber eine Möglichkeit das eigene Schreiben zu verbessern und Spaß daran zu entwickeln ist es durchaus.

Auf 310 Einzelseiten ist noch viel mehr zu finden. Damit man sich gut zurecht findet und, wenn man mitten in einem Schreibprojekt steht, schnell die Seiten anklicken kann, die einem in der aktuellen Situation weiter helfen, gibt es unter dem Button „Neueinstieg“ Situationsbeschreibungen und Einstiegsvorschläge. Der Bremer Schreibcoach – offensichtlich eine gute und schnelle Hilfe für das wissenschaftliche Schreiben.

Lyrikkalender – ein Tipp

Die Besprechung von Hellmuth Opitz auf Fixpoetry hat mich erinnert: Demnächst ist das Jahr vorbei (ach so?) und mein Lyrikkalender, der mich durch das Jahr begleitet hat, geht zu Ende.

Jeden Tag ein Gedicht und zwar zum Anfassen und in Händen halten, diese Dosis Lyrik hat sich für mich bewährt. 2011 hat mich der Lyrikkalender von Wunderhorn inspiriert und neben einem Gedicht mit Informationen zum Autor und zum Gedicht versorgt. Dieses Jahr werde ich wohl den Deutschen Lyrikkalender (Alhambra Publishing) wählen, der mich durch das Konzept Umklappen statt Abreißen anspricht – all die 365 Zettel von diesem Jahr liegen nämlich gestapelt in der Schublade, zu schade zum Wegwerfen, als Zettelwirtschaft allerdings auch nicht wirklich zu etwas zu gebrauchen.

Nun entdecke ich, dass es von Alhambra auch einen Kalender für junge Leser gibt. Das macht die Auswahl nicht einfacher. Jeder Tag ein Gedicht wird bleiben, dabei gilt, jedes Jahr eine neue Chance – demnächst steht die Entscheidung an.

Raum zum Schreiben – ein Buchtipp

Das Pantun findet sich als Schreibanregung im Buch Raum zum Schreiben von Bonni Goldberg. Trotz gleichem Familiennamen hat sie wohl nichts mit Natalie Goldberg zu tun, zumindest ist sie eine andere, auch wenn ihr Buch eine ähnliche Wirkung für mich hat wie das bereits vorgestellte Schreiben in Cafés.

Der Untertitel des Buches heißt Creative Writing in 200 genialen Lektionen. Ob sie wirklich genial sind, sei mal dahingestellt. Es sind auf jeden Fall 200 ganz konkrete Anregungen, die einen dazu bringen können, den Stift in die Hand zu nehmen – sei es eine Anregung zur Form wie beim Pantun oder eine inhaltliche Anregung wie zum Beispiel zum Thema „Verstecke“ oder „Jahreszeiten“ zu schreiben. Jede Lektion endet mit einem Zitat von irgendjemandem – das fügt der Anregung meist noch einen weiteren Aspekt hinzu und ist ein Schatz für einen Zitateliebehaber wie mich.

Das allerbeste an dem Buch ist aber, dass jede Schreibanregung nur eine knappe Seite lang ist. So lässt es sich – der Reihe nach oder irgendwo – aufschlagen, in weniger als zwei Minuten eine Lektion lesen und dann loslegen mit Schreiben. Damit wird es leicht, dem ersten Grundsatz des Schreibens zu folgen, den Bonni Goldberg in der Einleitung benennt: „Das Wichtigste ist, füllen Sie die Seiten. Schreiben Sie.“

Das Buch ist im Original 1996, in deutscher Übersetzung 2004 im Autorenhaus Verlag, Berlin erschienen. 2009 gab es mit einigen der Lektionen aus dem Buch einen Sommer-Schreibworkshop, die eingestellten Beiträge sind hier noch abzurufen – aber erst nach dem Schreiben 😉

Geniale Momente – ein Buchtipp

Zugegeben: „Revolutionieren Sie Ihr Denken durch persönliche Aufzeichnungen“ ist ausgesprochen reißerisch, vielleicht auch nur amerikanisch. Was aber drin steht ist Freewriting pur, unterhaltsam erklärt, mit vielfältigen Tipps für Fortgeschrittene und Variationen, an lustvoll erzählten Beispielen und Auszügen aus den persönlichen Aufzeichnungen des Autors gezeigt. Das Buch, so steht es auf Seite 10, „hilft dem Leser, das Schreiben dazu zu benutzen, die Welt zu entdecken, die Perspektive zu wechseln und damit mehr Erfolg im Berufs- und Privatleben zu haben.“

Ich bin überzeugt, dass Schreiben dieses Potential hat – deshalb liebe ich es so. Da ich das mündlich nicht so überzeugend rüber bringen kann und das Buch dazu schon geschrieben ist, empfehle ich es oft. Es heute wieder in die Hand zu nehmen erinnert mich daran, selbst wieder mehr zu schreiben, so wie ich denke, schnell und flüssig, locker und mit Zeitlimit. Vor allem ganz allein für mich. Damit ich mir öfter die Chance auf geniale Gedanken schenke.

Mark Levy: Geniale Momente. Revolutionieren Sie Ihr Denken durch persönliche Aufzeichnungen. Deutsche Ausgabe bei Midas, St. Gallen/ Zürich, 2002

Arbeitsschritte festhalten auf Fuß-Zetteln

Dass es sinnvoll ist, Ziele und Aufgaben in konkrete, terminierbare Arbeitsschritte aufzuteilen, ist mittlerweile weit bekannt. Um genau das in einer Gruppe zu  machen, will ich als Merkzettel für die einzelnen Schritte Füße hernehmen.

Im Internet habe ich auf die schnelle keine Fußabdruck-Vorlage gefunden, deshalb habe ich gemalt, kopiert und ausschneiden lassen – die Kinder haben sich darum geschlagen, mir zu helfen. Das Ergebnis sieht so aus:

Und wer in die gleichen Fußstapfen treten möchte, kann sich das Malen sparen und meine Vorlage verwenden: Fußabdruck.pdf