Fluss ohne Brücke

Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen gestern und Sommer. Am Wasser entlang dem Weg folgen, der am Eigentlichen vorbei geht. Grün werden die Gedanken beim Erwachen und Verspeisen der Schranken, die meine Lungen ausfüllen, während ich male. Die Musik der Elfengleichen erlaubt mir zu sitzen im Rat des Berges, von wo der samtene Reiter sich stählt. Im Arm des Kapierens liegen Steine des Anstoßes, die mir erlaubten zu treiben. Doch ich bleibe lockend und packe die Wurzeln, entreiße ihm Flügel, um das Säumen zu umgehen. Es ist eine Traube.
Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen gestern und Sonntag. Sie humpelt taub, ertastet das Licht, will ins Süß zurück, das aus dem Tal entschwindet. Ein Mosaik der Verwirrung erstaunt das Getier, die Pflanzen schweigen betreten. Sie isst. Im Morgengrau der Kühle wollen Birnen erklingen; sie erstarren geblendet von ihr. Gewesene Grenzen erschlagen den Nebel, bis er amüsiert.
Aus seinem Rucksack fliegt dem Reiter das Leben, er bietet es feil und ihr Ich fasst durch. Wieder elf Töne verschlingen die fehlbaren Farben des Gefährten. Mich erschaudern die Grenzen; das Wasser verwest. Keine Brücke am Anfang, das Wort verstreicht. Zwischen Sommer und Sonntag nur sirrendes Grün.

nach

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2 Gedanken zu „Fluss ohne Brücke

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