Dichterin?

Sehr ruhig war es wieder hier in den letzten Wochen und Monaten, auch weil mit Sophies Pause nicht zu Frapalywo-Impulsen gebloggt werden konnte. Doch das ist natürlich nicht der Grund.

Hier nicht gewesen zu sein, bedeutet nicht, dass ich nicht geschrieben habe. Seit drei Ausgaben versuche ich mich in NUN, an anderen, nicht-lyrischen Texten und habe Spaß daran, in Texten von anderen nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Im Frühjahr habe ich bei der Tagung des Segeberger Kreis das Schreiben mit dem Smartphone erkundet. Vor allem aber durfte ich beim Kunstsommer Irsee von Mirko Bonné lernen. Ein bisschen eine Ehre und besonders ein großartiger Erlebensschatz.

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Alles neu, macht

der Oktober. Beziehungsweise hat der September damit angefangen und erste Vorboten zeigten sich bereits im Juli. Manchmal gibt es Phasen im Leben, da muss umgestaltet, geordnet, sortiert, gelöscht, ausgetreten werden. Da muss Platz geschaffen werden für Neues, Anderes. Oder auch nur das Alte in neuen Gewändern. Wie auch immer … nachdem nun der gewohnte Blog ganz anders aussieht, bin ich gespannt, ob dies zu neuer Schreiblust führt.

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Bloggen oder nicht bloggen

ist die Frage und mittlerweile kann ich mich nicht mehr hinter den unzuverlässigen Telekommunikationsunternehmen verstecken. Eigentlich kann ich schon wieder online sein, könnte bloggen, auch wenn es im Moment aufgrund der äußeren Umstände nicht so komfortabel ist. Ich fürchte, anderes ist mir gerade wichtiger.

Nun werde ich von Ulrike aus der Reserve gelockt mit ihrer Einladung, beim „liebster Award“ mitzumachen. Irgendwie nett, freut mich. Doch will ich diese Fragen beantworten? Wie persönlich will ich werden, hier? Mal sehen, das kann ich heute Nacht nicht mehr entscheiden. Und wer weiß, vielleicht schreibe ich auch bald mal wieder mehr und ohne Aufforderung hier.

Maulettis Gedichte und Rezepte aus Italien

Vom Bregenzerwald und schreibenden Frauen war hier im Sommer zwei, drei Mal die Rede. Und während sich mein eigenes Schreiben trotz inspirierendem Wochenende zwischen Kleinkram versteckte, entstand hinter den vielen Bergen der Alpen, vielleicht auch als Ergebnis des Wochenendes, ein neuer Blog:

Wer im kalten deutschen Herbst von Urlaub in Italien träumt, sich gerne an Spaghetti wärmt, aber auch Deftiges liebt und das alles gerne mit Lyrik und Anekdoten einer Frau, die zwischen verschiedenen Stühlen sitzt, gewürzt genießt, sollte mal reinklicken in:

Mauletti – frisch aus Italien

Und während ich Hefezopf mit selbst gekochter Marmelade zum Frühstück genieße, könnte ich mal darüber nachdenken, wie ich mir schreibend ein Stückchen Italien an den Bodensee hole.

Schreiben fürs Schaufenster – eine Antwort

Schon fast vier Wochen ist es her, dass Lucia ihren Beitrag mit dem Titel „Schreiben fürs Schaufenster“ veröffentlicht hat. Seither denke ich immer wieder darüber nach. Lucia endet mit der Frage: „Reicht mir das Schreiben hier auf dem Blog oder will ich mehr erreichen?“.

Das „mehr erreichen“ lässt mich aufmerken, weckt meinen Widerspruchsgeist. Es scheint, als ob Blogschreiben weniger toll, weniger wertvoll, Spielerei sei. Ob das für Lucia oder andere BloggerInnen gilt oder allein meine Wertung ist, bleibt dabei offen. Nach einigem Grübeln wird mir klar: Für mich geht es nicht um mehr oder weniger. Es geht auch nicht um die Frage, ob ich überhaupt schreiben will. Zentral ist dennoch: Was will ich mit meinem Schreiben erreichen? Wohin soll mich die Schreiberei führen?

Eine endgültige Antwort auf diese Frage habe ich noch nicht gefunden. Aber ich merke, es hat sich etwas geändert. Kreative Schreibwerkstätten, lustige Schreibspiele, Drauflosschreiben auf einen Impuls hin in der Gruppe, Vorleserunde und weiter zum nächsten Text – dies hat mir lange Zeit sehr viel Spaß gemacht. Mittlerweile reicht mir das nicht mehr, will ich anderes. Insofern geht es bei mir vielleicht wie bei Lucia auch um ein wie auch immer geartetes „mehr“.