Stille Nacht

Zwei Apfelzeltes später – die Frapalymo-Nachlese fehlt immer noch – ist es Weihnachten geworden. Kein guter Zeitpunkt, um wieder mit regelmäßigem Bloggen zu beginnen. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, um für mich in meinem Notizbüchlein von Hand zu schreiben.

Ich wünsche allen viele stille Nächte, friedliche, gemütliche, und melde mich hoffentlich mit neuem Elan und Dichtfreude im neuen Jahr wieder.

Nach-Ruf

Hallo!
Schreibt da wer?
Schreibt da noch wer?

Ich weiß
der da schrieb
schreibt nicht mehr
kann nicht mehr schreiben
hätte sicher noch Ideen gehabt
hätte er die Gelegenheit noch gehabt.

Doch auch
wenn ich weiß
da kommt nichts mehr
wenn ich weiß
der der da schrieb
der ist nicht mehr.

Klicke ich doch
immer und immer wieder
auf das eine Lesezeichen
das ich nicht löschen kann oder will

Ein Teil
ist Nicht-kapieren-wollen
da war doch immer Neues
immer Anregendes
der war immer aktiv
Darum kann nicht sein
dass nichts mehr kommt
Kann nicht sein
dass er nicht mehr ist
Solange der Link noch funktioniert.

Ein Teil
ist Neugier
was passiert wohl
mit einem Blog
einer Homepage
einem Profil
wenn einer der schrieb
nicht mehr ist

Ein Teil ist Angst

Was ist
wenn alles verschwindet
Was bleibt
von dem was er schrieb
Was bleibt
von dem was ich schrieb

Tja, so gehts manchmal

Die internetfreie Zone – es waren die Alpen – habe ich schon längst wieder verlassen, aufgetaucht hier bin ich jedoch nicht. Es ist die alte Leier: Ist man erst einmal aus dem regelmäßigen Schreiben raus, gibt es jeden Tag einen Grund, erst morgen wieder anzufangen.

So kannst nicht weitergehen. Ab sofort bin ich wieder online. Und morgen schreibe ich etwas richtiges. 😉

Der Wurm fraß den Geburtstag auf und macht Urlaub

Irgendwie ist der Wurm drin, in meinem Blogschreiben. So ein fettes, schwarzes Ding, das über die Tage zieht und eine Spur von unsichtbar verschmierten Worten hinterlässt. Die Wochen glibschen dahin und lassen sogar den Bloggeburtstag in Vergessenheit geraten.

Am 20 Juli wurde dieser Blog, der meinen Schreibtraum greifbar machen sollte, ein Jahr alt. Aus dem Gröbsten ist er also raus. In den 366 ersten Tagen sind 187 veröffentlichte Artikel entstanden, etwas mehr als jeden zweiten Tag einer. Das ist nicht wenig bei einer, bei der immer wieder der Wurm drin ist. Ich bin stolz darauf.

Nun beginnen die Kleinkindjahre meines Bloggerinnendaseins. Da gibts sicherlich noch viele Entwicklungsmöglichkeiten, zwischen einer Einjährigen und einer Dreijährigen ist ein Riesenunterschied, wie man weiß. Auch Trotzphasen sind zu erwarten. Ich bin gespannt, wie die sich zeigen. Die meisten Kleinkinder ekeln sich vor nichts und neigen dazu, herumkriechende Würmer genau zu untersuchen. Also wird es weitergehen mit schreib-t-raum. Irgendwie.

Jetzt sind allerdings Ferienzeiten mit allem, was die so mit sich bringen. Der Blog hat schon, kurz nachdem er das Licht der Welt erblickte, zunächst eine sechwöchige Pause eingelegt, bevor er dann richtig loslegte. Nur damit keine falschen Erwartungen geschürt werden. Mich gibts noch, es wird weiter was von mir zu lesen geben. Und wenn immer wieder längere Pausen entstehen, genieße ich mit und ohne Familie den Sommer am See und anderswo. Auf bald!

Vielfalt des Schreibens: Ja, aber …

Heute habe ich einen Slamtext geschrieben. Endlich mal wieder. Ich habe sogar eine zweite Textidee entwickelt. Ob daraus etwas wird, merke ich erst beim Schreiben. Falls es dazu kommt. Außerdem habe ich Alltagsaufgaben erledigt, E-Mails geschrieben, über Unwetter nachgedacht und anderes. Zum Bloggen war da keine Zeit.

Slamtexte, Kommentare, Gedichte, Liedtexte, Blogbeiträge, Geschichten, Erinnerungen, Essays, Wortspiele, E-Mails … So vieles kann geschrieben werden, so vieles will geschrieben werden. Auch von mir. Alles geht. Aber nicht alles auf einmal. Alles hat seine Zeit.